1979 – Klaus Ostwald springt in Planica 176,0 m

 
Ein Baustein für die Aschbergschanze
Freie-Presse-Artikel vom Bausteine-Start, 16.04.1994
© Freie Presse

Ein Baustein für die Aschbergschanze

Im Jahre 1993 entstand im Handel- und Gewerbeverein die Idee der Bausteinespendenaktion, deren Erlös dem Wiederaufbau der Aschbergschanze zugute kommen sollte. 1994 wurde das Vorhaben im Gasthof Zwota von dem damaligen Vereinsvorsitzenden Bernhard Zöller und dem Geschaftsführer der Entwicklungsgesellschaft Klingenthal der Öffentlichkeit gemeinsam vorgestellt. In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung des Wiederaufbaues der Aschbergschanze und der Stadt Klingenthal begann man bereits mit dem Verkauf. Die Zahl der Skeptiker war groß. Vielleicht war es deshalb zwischenzeitlich ruhig geworden um die schöne Idee der Baustein-Initiative.
Jetzt geht es erneut darum, die Aktion populär zu machen und möglichst zahlreich Spender zu finden, um das Wahrzeichen des Wintersport-Ortes Klingenthal zurückzuholen. Derlei Initiativen lassen die Hoffnung zu, daß Klingenthal seinen bereits errungenen Rang als Konkurrent unter den Wintersportorten wiedererlangen und ausbauen kann, denn entscheidend unter allen Faktoren sind die Menschen, die sich aktiv und energisch für die Belange ihrer Region engagieren.
Der Kauf eines solchen symbolischen Bausteines geschieht wie folgt. Zunächst wird ein Vertrag über den Erwerb abgeschlossen. Nach Zahlungseingang erhält der Spender dann eine Urkunde sowie eine Spendenquittung, die selbstverständlich steuerlich geltend gemacht werden kann. Die Urkunden gibt es für die Werte fünzig, ein-, zwei-, und fünfhundert sowie eintausend DM.
Interessenten wenden sich an den »Förderverein Wiederaufbau Aschbergschanze«, Klingenthal, Schloßstraße 3a; zwischen 9 und 18 Uhr jeweils dienstags oder donnerstags (Telefon: 037467-64822, Fax: 64825) oder an das Fremdenverkehrsamt in Klingenthal, in der Schloßstraße 3.

© AL Kulturbote 3 (1996)

 
Harry Glaß
Harry Glaß und die Bronzemedaille aus Cortina d’Ampezzo
© Archiv Privat

Harry Glaß

1956: Harry Glaß trägt den Namen Klingenthals als Wintersportregion in die Welt hinaus. Aber eigentlich fing alles schon viel früher an. 1886 ließ sich der Klingenthaler Oberlehrer Erwin Beck ein erstes Paar Skier bauen und 1906 entstand der erste Wintersportverein und darauf eine regelrechte Wintersportbewegung. 1929  lenkte Klingenthal mit den Deutschen Ski- und Deutschen Heeresmeisterschaften die Aufmerksamkeit in unsere Berge. Aber erst Harry Glaß trug die Nachricht in die Welt hinaus, von Klingenthal, dem Wintersportort. Seine Bronzemedaille in Cortina ’d Ampezzo 1956 war der Auftakt für einen Klingenthaler Siegeszug. Über zwanzig Medaillengewinner bei Olym-pischen Winterspielen und Weltmeisterschaften hat die Stadt am Aschberg stolz vorzuweisen.

Aschberger Land 17 (1999) Skispringen

 
Erinnerung an Birger Ruud
Autogrammkarte von Birger Ruud
© Archiv Privat

Erinnerung an Birger Ruud

2011 wäre der Norwegische Wintersportler Birger Ruud 100 Jahre geworden. Reinhild Müller erinnert an Birger Ruud, an seine sportlichen Erfolge und wie es kam, dass er Ehrenmitglied der Aschberger Feuerwehr geworden ist.
Klingenthal Magazin 62
 

Kleine Klingenthaler Skisprung-Geschichte

1886 Erwin Beck (Lehrer) lässt Stellmachermeister Karl Hirche nach norwegischem Vorbild ein Paar Skier bauen.

1895 der Briefträger in Schöneck nutzt erstmals Skier, um die Postzustellung für die Dörfer Schilbach und Eschenbach zu gewährleisten.

1908 Gründung des Wintersportvereins Klingenthal.

1927 gewinnt der  Klingenthaler Walter Glaß I die Meisterschaften in Österreich und der Schweiz (dort als erster Deutscher).

1928 startet Glaß I als erster Klingenthaler bei den Olympischen Spielen in St. Moritz und belegt in der Nordischen Kombination Platz 15.

1929 ist Klingenthal Gastgeber für die Deutsche Meisterschaft.

1933 Der norwegische Olympiasieger Birger Ruud stellt auf der Curt-A.-Seydel-Schanze mit 52,5 Metern einen Schanzenrekord auf.

1936 belegt der Klingenthaler Kurt Körner bei den Olympischen Spielen in Garmisch-Partenkirchen Platz 12.

1956 holt Harry Glaß, Schuhmachermeister aus Klingenthal, bei den Olympischen Spielen in Cortina d‘ Ampezzo mit Bronze die erste deutsche Olympiamedaille im Skispringen.

1959 kommen 70.000 Zuschauer zur Weihe der Aschbergschanze, die der Thüringer Helmut Recknagel gewinnt.

1972 In Planica wird Heinz Wosipiwo Vizeweltmeister im Skifliegen. 1973 springt er in Oberstdorf mit 169 Metern Weltrekord, 1974 wird Wosipiwo in Falun Vize-Weltmeister auf der Großschanze.

1976 gewinnt Henry Glaß bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck die Bronzemedaille auf der Großschanze.

1978 gibt es bei der WM in Lahti auf der Normalschanze einen Klingenthaler Doppelsieg durch Matthias Buse und Henry Glaß.

1980 sichert sich Manfred Deckert bei den Olympischen Winterspielen Lake Placid die Silbermedaille auf der Normalschanze.

1982 gewinnt Manfred Deckert als erster Klingenthaler die Vierschanzentournee.

1983 wird Klaus Ostwald in Harrachov Weltmeister im Skifliegen.

1986 findet auf der Aschbergschanze in Klingenthal das erste Weltcup-Springen in der DDR statt. Vor 32.000 Zuschauern gewinnt der Finne Matti Nykänen.

1990 Sprengung der Aschbergschanze.

1993
Auf der Vogtlandschanze gewinnt der Österreicher Adolf Grugger das erste Alpencup-Springen im Vogtland.

1997 Gründung des VSC Klingenthal. In den Folgejahren wird der Verein mehr als 20 B-Weltcups der Nordisch Kombinierten ausrichten.

2003 erfolgt der Baubeginn für die Vogtland-Arena.

2006 erlebt die Schanze mit den Tschechischen Meisterschaften ihren ersten Wettkampf. Vor 8000 Zuschauern gewinnt Jan Matura den Titel.

2007 Weltcuppremiere in der Vogtland-Arena – vor 20.000 Zuschauern siegt der Österreicher Gregor Schlierenzauer.

2009 bis 2013 ist Klingenthal neben Oberstdorf und Willingen jährlich Station der FIS-Team-Tour.

2006 bis 2013 wurden mehr als 30 nationale und internationale Wettkämpfe im Skispringen und der Nordischen Kombination mit mehr als 250.000 Besuchern in der Vogtland Arena ausgetragen.

 

 

 
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