Bericht vom COC der Kombinierer
Sindre Ure Soetvik sprang mit 147,5 Metern einen neuen Schanzenrekord
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Bericht vom COC der Kombinierer

Klingenthal, 03.01.2019. Einen spektakulären Auftakt des FIS Continental Cup Nordische Kombination erlebten die Zuschauer am Donnerstagvormittag in der Sparkasse Vogtland Arena. Der Norweger Sindre Ure Soetvik flog im Provisorischen Wertungsdurchgang PCR auf 147,5 Meter. Schanzenrekord. Der 26-jährige Kombinierer sprang damit einen Meter weiter als Michael Uhrmann, der seit Februar 2011 den Winterrekord auf der Schanze am Schwarzberg hielt.
Soetvik erhielt für seinen Rekordsatz 122,7 Punkte und kam damit auf Platz zwei hinter seinem Landsmann Jens Luraas Oftebro, der für seinen Sprung auf 141,5 Meter 129,3 Punkte erhielt. Auch auf dem dritten Rang landete mit Leif Torbjoern Naesvold ein Norweger (116,9 Punkte). Luis Lehnert vom WSV Oberaudorf kam als bester Deutscher auf Platz 4. Er würde mit 1:24 Minuten Rückstand auf den führenden Norweger den 10-Kilomter-Lauf starten.
Der Vormittag war geprägt von wechselnden Winden. Deshalb absolvierten die Kombinierer nur einen Trainingssprung und danach den PCR. Dieser kommt in die Wertung, wenn an den folgenden Wettkampftagen wegen des Wetters nicht gesprungen werden könnte.
Die beiden Lokalmatadoren vom VSC Klingenthal, Tim Kopp und Martin Hahn, hoffen auf gutes Sprungwetter in den nächsten Tagen. Sie landeten bei ihren provisorischen Wertungssprüngen vor allem wegen des Windes schon nach 113 bzw. 90,5 Metern.
Am Donnerstagnachmittag absolvierten die 60 Kombinierer am Loipenhaus in Johanngeorgenstadt das offizielle Lauftraining. Freitag, Samstag und Sonntag folgen dann drei COC-Entscheidungen. Vormittags ab 9.00 Uhr wird in der Sparkasse Vogtland Arena in Klingenthal gesprungen, nachmittags dann auf der 2,5 Kilometer langen Loipe in Johanngeorgenstadt gelaufen.
Samstag und Sonntag werden jeweils nachmittags auch die Springer zwei COC-Wettkämpfe in Klingenthal austragen. Prominentester Teilnehmer soll Ex-Weltmeister Severin Freund werden. Er will nach seinem Aus bei der Vierschanzentournee erstmals seit neun Jahren in der zweiten Liga des Skispringens antreten und versuchen, im Continental Cup an den richtigen Schrauben zu drehen.

Klingenthal/Johanngeorgenstadt, 04.01.2019. Jens Luraas Oftebro und Leif Torbjoern Naesvold sorgten beim ersten von drei Wettkämpfen beim Sparkassen FIS Continental Cup Nordische Kombination in Klingenthal und Johanngeorgenstadt für einen norwegischen Doppelerfolg. Dritter wurde Johannes Lamparter (AUT).
Nach einem Sprung auf 139,5 Meter und 123,7 Punkten in der Sparkasse Vogtland Arena in Klingenthal lag Naesvold gerade mal 9 Sekunden vor Oftebro (140,5 Meter und 121,4 Punkte). Die beiden Norweger wechselten sich dann in Johanngeorgenstadt auf drei der 2,5 Kilometer langen Runden hervorragend ab, bauten ihre Führung aus. Zu Beginn der vierten Runde zog Oftebro das Tempo an und überquerte nach 10 Kilometern in 27:25,4 Minuten die Ziellinie. „Ich bin glücklich. Es war ein hartes Rennen und nun bin ich müde“, sagte er im Ziel.
Sein Landsmann Leif Torbjoern Naesvold kam 22,8 Sekunden später ins Ziel, war mit seinem 2. Platz aber auch sehr zufrieden. „Es war ein sehr guter Sprung und ein richtig guter Langlauf. Die Teamwork mit dem Gewinner war toll. Es ist ein großer Tag für mich“, so der 20-jährige.
Johannes Lamparter konnte seinen dritten Platz nach dem Springen (137,5 Meer und 119,1 Punkte) auf der 10-Kilometer Strecke halten. Nach 27:59,6 Minuten kam er ins Ziel. Darüber freute er sich sehr. „Ich bin glücklich. Mit Startnummer bin ich noch nie so weit gesprungen, es war ein wahnsinnig geiler Sprung“, so der 17-jährige.
Jacob Lange (WSV Kiefersfelden) kam als bester der deutschen Kombinierer auf Platz 7 vor David Welde (SC Sohland), der am Bundesstützpunkt Klingenthal trainiert. Die beiden Athleten vom VSC Klingenthal konnten nicht die besten Sprünge zeigen. Tim Kopp beendete den Wettkampf als 19., Martin Hahn trat zum Lauf nicht an.

Klingenthal/Johanngeorgenstadt, 05.01.2019. Die norwegischen Athleten dominierten auch am zweiten Tag des Sparkassen FIS Continental Cup Nordische Kombination in Klingenthal und Johanngeorgenstadt. Dabei sorgten Jens Luraas Oftebro, Sindre Ure Soetvik und Leif Torbjoern Naesvold für einen Dreifach-Erfolg der Nordländer.
Am Vormittag musste in der Sparkasse Vogtland Arena von Klingenthal das Springen für den geplanten Teamwettbewerb wegen widriger Witterungsbedingungen abgesagt werden. Es soll am Sonntagvormittag über den Bakken gehen.
Stattdessen wurde entschieden, den für Sonntag geplanten Einzelwettbewerb durchzuführen, dafür den Provisorischen Wertungsdurchgang vom Donnerstag in die Wertung zu nehmen.
So konnte Jens Luraas Oftebro nach einem Sprung auf 141,5 Meter und 129,7 Punkten mit 26 Sekunden Vorsprung auf die 10-Kilometer-Strecke gehen. Er lief einen souveränen Start-Ziel-Sieg heim, überquerte nach 27:05,2 Minuten die Ziellinie und konnte sich als Doppelsieger feiern lassen. „Ich bin noch glücklicher als gestern. Es war ein hartes Rennen für mich bei harten Witterungsbedingungen, ich musste mich richtig reinlegen“, erklärte der 18-jährige.
Als Zweiter ging Sindre Ure Soetvik ins Rennen und konnte den Platz mit 27:55,6 Minuten auch behaupten. Er war beim PCR mit 147,7 Metern Schanzenrekord in Klingenthal gesprungen: „Der Wettkampf war sehr gut. Ich bin Schanzenrekord gesprungen, das war ein unglaubliches Gefühl. Auch mein Lauf war gut. Es ist also ein gute Tag“, sagte der 26-jährige.
Nach seinem zweiten Platz am Freitag lief Leif Torbjoern Naesvold mit 27:59,6 Minuten diesmal auf Platz drei. „Ich bin sehr glücklich über Platz zwei und drei. Nun freue ich mich auf den Teamwettbewerb morgen“, so der 20-jährige.
Besser lief es an diesem Tag für die deutschen Kombinierer. David Welde (SC Sohland) kämpfte sich vom 10. auf den 5. Platz vor, Luis Lehnert (WSV Oberaudorf) folgte auf Platz 6. Tim Kopp vom einheimischen VSC Klingenthal erreichte Platze 21.

© VSC, Online Magazin (2019) > Nordische Kombination
 

 

 
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