Kleine Tage der Harmonika mit Rekordbeteiligung
© Thomas Lenk

Kleine Tage der Harmonika mit Rekordbeteiligung

Klingenthal, 02./03. März 2013. Am 2. und 3. März finden die 41. Kleinen Tage der Harmonika in Klingenthal statt. Traditionell treffen sich zu diesem Nachwuchswettbewerb junge Akkordeonisten aus Sachsen, Thüringen, Bayern und Tschechien. Als Gastländer sind in diesem Jahr die Bundesländer Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt vertreten. Erfreulich ist die hohe Teilnehmerzahl in diesem Jahr. Es liegen 84 Anmeldungen vor. Das ist bisheriger Teilnehmerrekord. Im Detail setzt sich diese gewaltige Teilnehmerzahl wie folgt zusammen: Sachsen 19, Thüringen 9, Bayern 15, Sachsen-Anhalt 4, Berlin 1, Brandenburg 2 und Tschechien 34 Anmeldungen. Einziger Teilnehmer aus dem Vogtland ist Jonas Gäbler vom Vogtlandkonservatorium „Clara Wieck“ in Plauen. Die Wettbewerbe finden wieder im Gliersaal und im Sitzungssaal des Rathauses statt. Vorsitzender der Jury ist Werner Osten aus Altenburg.

Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der 41. Kleinen Tage der Harmonika finden Sie unter www.accordion-competition.de

Konzerte: Am Sonnabend, dem 2. März, findet 19.30 Uhr in der Schalterhalle der Sparkasse Vogtland am Marktplatz ein Konzert mit der Akkordeongruppe „TastSinn“ aus Freiberg statt. Mitglieder des Klangkörpers waren selbst schon Teilnehmer des Wettbewerbes Kleinen Tage der Harmonika. Karten für dieses Konzert gibt es im Vorverkauf ab 18.2.2013 in der Tourist-Info Klingenthal (5,00 Euro, Abendkasse 6,00 Euro).
Das Preisträgerkonzert der 41. Kleinen Tage der Harmonika findet am Sonntag, den 3. März, 14.30 Uhr, in der Sparkasse Vogtland am Marktplatz statt.
© D.M., Online Magazin

 
Klingenthal als Maßstab
Jeanette Dyremose
© IAWK

Klingenthal als Maßstab

Seit 23 Jahren bin ich Jurymitglied beim Internationalen Akkordeonwettbewerb Klin­­­­genthal. Häufig kam ich auch mit Teil­nehmern und drei Mal gaben wir Konzerte mit Det Danske Harmonika En­semble. Darüber hinaus hielt ich auch ei­nige Fachvorträge.
Den Internationalen Akkordeonwett­be­­werb Klingenthal habe ich immer als den wichtigsten Wettbewerb der Akkor­deon­mu­­sik der Welt gesehen. Unter anderem auch deshalb, weil der Klingenthaler Wett­bewerb in Kategorien unterteilt ist, beginnend mit Kindern bis hin zu professionellen Musikern.
Im Jahr 1977 kam ich das erste Mal nach Klingenthal und war vom Niveau der Wettbewerbe beeindruckt. In den folgenden Jahren nahm ich den Internatio­nalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal im­mer als Maßstab für die weltweite Ent­wicklung der Akkordeonmusik. In den letzten Jahren gelangte ich zu der Ansicht, daß einige Änderungen den Klingentha­ler Wettbewerb bereichern könnten.
In den Kategorien für Kinder und Ju­gend­liche sollte man wie jetzt auch weiterhin Akkordeonfachleute in den Jurys einsetzen. In der Kategorie IV (Erwachsene, die Red.) ist es meiner Meinung nach an der Zeit, auch andere Musikexperten zu­zu­lassen. Bei­spiels­weise könnte eine Jury aus folgenden Personen bestehen: ein symphonischer Dirigent, ein Mitarbeiter der Deu­tschen Grammophon, einen Ver­treter einer internationalen Konzertagen­tur und ein professioneller Solist oder her­aus­­ra­gender Musiker. Denn, wollen wir er­reichen, einen Akkordeonsolisten in die Rei­hen der international  anerkannten und auftretenden Musiker zu bringen, dann brauchen wir genau diese Leute, um die besten Musiker auszuwählen. Solange nur Akkordeonfachleute die Jury stellen, be­steht immer der Verdacht, daß sich persönliche Interessen einflechten und so das Endergebnis verfälschen.
Desweiteren sollten die Kategorien Vb und VI (Gemischte Ensembles und Virtu­ose Unterhaltungsmusik) für die Nutzung von Midi-Geräten geöffnet werden. Diese haben sich heute im Unterhaltungsgenre etabliert und würden die genannten Kate­gorien wesentlich bereichern und zudem den Unterhal­tungs­wert steigern.
Zu guter Letzt finde ich, daß das Orga­nisationskommitee eine „organisierte“ Ab­­­schlußfeier veranstalten sollte, auf der Teilnehmer, Juroren und Organisatoren in einer entspannten Atmosphäre zusammensitzen, sich unterhalten oder zu Mu­sik in angenehmer Lautstärke tanzen können.

Jeanette Dyremose

Aschberger Land 17 (1999)

 

Audio 1986: Tatjana Marx

 
Tatjana Lukic-Marx live beim Internationalen Akkordeonwettbewerb Klingenthal 1986, sie belegte Platz 3 in der Kategorie Solisten Erwachsene.
 

 

 
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