Jüngster Prevc feiert ersten Sieg
Domen Prevc gewann den zweiten Sprunglauf beim COC
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Jüngster Prevc feiert ersten Sieg

04.10.2015. Domen Prevc, der 16-jährige Bruder von Peter Prevc, setzte sich in der Sparkasse Vogtland Arena in Klingenthal mit Weiten von 129,0 und 141,5 Metern sowie 260,5 Punkten vor dem Norweger Andreas Stjernen und Maciej Kot aus Polen durch.
In der COC-Gesamtwertung machte es Daniel Andre Tande unfreiwillig spannend: Wegen eines irregulären Anzuges wurde der führende Norweger bereits vor seinem ersten Sprung disqualifiziert.
Sein ärgster Verfolger Dawid Kubacki konnte die Gunst der Stunde allerdings nicht nutzen und wurde nur Zehnter in der Tageswertung. Der Pole hätte den abschließenden Wettbewerb gewinnen müssen, um den Gesamtsieg noch zu erringen.
Andreas Stjernen sicherte sich Platz zwei der Tageswertung mit Sprüngen auf 132,5 und 139,5 Meter sowie 258,9 Punkten.
Maciej Kot kam auf 135,0 und 130,5 Meter und musste sich Stjernen nur um einen Zähler geschlagen geben.
Bester Deutscher wurde Andreas Wank auf Platz sieben.

In der Gesamtwertung folgt hinter Daniel Andre Tande und Kubacki Maciej Kot auf Platz drei. Bester Deutscher ist ebenfalls Andreas Wank auf Platz 19.
Nach dem COC-Wochenende mit insgesamt gut 1.000 Besucher in der Sparkasse Vogtland Arena folgt vom 20. bis 22. November das Weltcup-Opening der Skispringer.

Statements:
Domen Prevc: „Ich fühle mich großartig, vor allem weil ich wirklich nicht mit dem Sieg gerechnet habe. Nach der ersten Runde war ich nur Achter. Für mich ist jeder Punkt im Continentalcup ein Erfolg.“
Andreas Stjernen: „Ich bin glücklich mit dem Wettbewerb heute. Es waren zwei gute Sprünge und sehr gute Bedingungen. Im Winter möchte ich vor allem kontinuierlich auf einem hohen Level springen. Aber ich habe noch einige Arbeit vor mir.“
Maciej Kot: „Es war ein toller Wettbewerb auf hohem Niveau und mit sehr guten Bedingungen. Ich bin sehr gut gesprungen und habe gehofft, dass ich gewinnen könnte. Aber Domen war der Beste. Sein zweiter Sprung war großartig. Es war ein toller Wettbewerb für die polnische Mannschaft.
Ich hoffe, dass meine Sprünge zum Weltcupauftakt mindestens genauso gut werden.“
Daniel-Andre Tande: „Mein Anzug war ein wenig zu groß, fünf Millimeter. Aber das ist keine große Sache. Besser jetzt als im Winter. Ich war ein bisschen nervös als Kubacki gesprungen ist. Aber letztlich ist es ein positiver Tag.“

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Daniel Andre Tande gewinnt ersten COC in Klingenthal
Daniel Andre Tande (Norwegen)
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Daniel Andre Tande gewinnt ersten COC in Klingenthal

03.10.2015. Mit dem weitesten Sprung des Tages auf die Sommerrekordweite von 146,0 Metern im Finale sowie 134,0 Meter im ersten Durchgang setzte sich Daniel Andre Tande mit 290,1 Punkten vor dem 16-jährigen Slowenen Domen Prevc und Dawid Kubacki aus Polen durch.
Domen Prevc, jüngster Bruder des Gesamtweltcupzweiten Peter Prevc, erreichte nach Sprüngen auf 134,5 und 142,0 Meter mit 281,7 Punkten erstmals einen Podiumsplatz im Continentalcup.
Dawid Kubacki wahrte durch seine Versuche auf 129,5 und 137,5 Meter mit 274,1 Punkten und Rang drei zumindest eine rechnerische Minimalchance, Daniel Andre Tande den Gesamtsieg im COC noch streitig zu machen.
Vor dem abschließenden Wettbewerb am Sonntag, 04.10.2015, an gleicher Stelle führt der Norweger mit 85 Punkten Vorsprung auf Kubacki.
Bester Deutscher in Klingenthal war Andreas Wank auf Platz acht, Karl Geiger und Michael Neumayer belegten die Plätze 14 und 15.

Statements:
Daniel Andre Tande: „Es war ein toller Wettbewerb, einer der fairsten des Sommers. Ich bin vor allem wegen dem Weltcup-Opening hier, da ich noch nie auf dieser Schanze gesprungen bin. Der zweite Sprung war natürlich fantastisch. Im ersten Durchgang bin ich noch etwas zu zeitig gelandet.“
Domen Prevc: „Ich bin sehr glücklich und zufrieden. Mit einem so guten Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Ich denke, wenn ich weiterhin so gut springe, ist auch am Sonntag ein Ergebnis unter den besten Sechs möglich und vielleicht darf ich auch im Weltcup springen.“
Dawid Kubacki: „Es war ein wirklich guter Wettbewerb mit sehr guten Bedingungen, es hat heute sehr viel Spaß gemacht hier zu springen und um den Sieg zu kämpfen und mir sind sehr gute Sprünge gelungen.“

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Sparkassen FIS Continental Cup Skispringen 2015
Vorjahressieger Jakub Wolny
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Sparkassen FIS Continental Cup Skispringen 2015

Klingenthal, 03./04.10.2015. Beim FIS Continentalcup der Skispringer am Samstag und Sonntag werden 69 Athleten aus 18 Nationen in Klingenthal an den Start gehen. Das Finale der Serie kann auch mit etlichen Weltcuperfahrenen Springern aufwarten.
So sind für den deutschen Skiverband, der mit 13 Startern das größte Aufgebot stellt, unter anderem Michael Neumayer, Karl Geiger und Team-Olympiasieger Andreas Wank dabei. Das tschechische Team setzt unter anderem auf Jakub Janda, 2006 Weltcupgesamtsieger und Sieger bei der Vierschanzentournee. Daniel Andre Tande und Andreas Stjernen gehören sonst zum Weltcupaufgebot der Norweger, werden am Wochenende in Klingenthal aber den Continentalcup springen. Dawid Kubacki zählt zu den überragenden Springern des Sommers, war lange Zeit im gelben Trikot im Sommer Grand Prix, auch seine Teamkollegen Maciej Kot und Krszysztof Biegun könnten im November beim Weltcup-Opening wieder in der Vogtland Arena dabei sein. Der Slowene Jurij Tepeš sorgte beim Weltcupfinale in Planica für Schlagzeilen, als er zum Sieg sprang, fünfmal die Traumnote 20 von den Wertungsrichtern erhielt und Severin Freund zum Gesamtweltcupsieg verhalf.
Man darf sich also auf tollen Sport in Klingenthal freuen.
Los geht es am Samstag ab 14.30 Uhr mit dem offiziellen Training, zwei Stunden später folgt der erste Wertungsdurchgang mit allen 69 Startern, bevor im Finale der besten 30 der Sieger ermittelt wird. Am Sonntag beginnt der Wettkampf 10.00 Uhr.

Programm

Samstag, 3. Oktober 2015, Offizielles Training/Wettbewerb

10.00 Uhr Arena geöffnet, bis 12 Uhr Auffahrt zum Schanzenturm möglich
13.00 Uhr Innenebreich für Besucher geschlossen, Tribünen geöffnet für Wettkampf
14.30 Uhr Offizielles Training – 2 Durchgänge
16.30 Uhr Sprunglauf 1. Wertungsdurchgang
anschl. Finaldurchgang
anschl. Siegerehrung Platz 1 bis 3
      
Sonntag, 4. Oktober 2015, Wettbewerb

08.30 Uhr Einlass
09.00 Uhr Probedurchgang
10.00 Uhr Sprunglauf 1. Wertungsdurchgang
anschl. Finaldurchgang
anschl. Siegerehrung Platz 1 bis 3
anschl. Siegerehrung Gesamtwertung Continental Cup

Tickets sind nur an den Tageskassen zu 6 € Erwachsene und 4 € ermäßigt erhältlich. Diese berechtigen am Samstag bis 12 Uhr und am Sonntag ca. 30 min nach der Siegerehrung zur Auffahrt mit der Erlebnisbahn WieLi.
Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.

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Vier internationale Top-Ski-Events
Startgate auf der Schanze in der Vogtland Arena
© Thomas Lenk

Vier internationale Top-Ski-Events

Klingenthal/Varna. Nun ist es amtlich: Wintersportfans können sich in der kommenden Saison auf vier internationale Top-Wettkämpfe in der Vogtland Arena freuen. Während der Konferenz des Internationalen Skiverband FIS im bulgarischen Varna wurde heute der Kalender beschlossen. Vom VSC-Klingenthal sind die Vize-Präsidenten Marcus Stark und Andreas Kunoth sowie Geschäftsführer Alexander Ziron dabei. „Super, dass der VSC Klingenthal von der FIS beauftragt wird, sowohl im Skispringen als auch in der Nordischen Kombination je einen Weltcup und einen Continentalcup durchzuführen“, so Alexander Ziron.
Konkret bedeutet dies, dass die Fans vom 20. bis 22. November wieder das Weltcup-Opening der Skispringer in der Vogtland Arena erleben können. Ein Teamwettbewerb und ein Einzelspringen sind geplant. Weltmeister und Weltcup-Gesamtsieger Severin Freund und die gesamte Weltelite werden erwartet.
Das neue Jahr beginnt dann in Klingenthal gleich mit Weltcup, und zwar dem in der Nordischen Kombination. Die deutschen Weltmeister mit Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel treffen in Klingenthal auf die besten Kombinierer der Welt. Zwei Einzelentscheidungen, je ein Sprung und 10 Kilometer Lauf, stehen am 2. und 3. Januar 2016 auf dem Programm.
Erstmals internationales Skisprungflair können Wintersportfreunde aber wie gewohnt bereits am 3. und 4. Oktober erleben. Auf der modernen Großschanze am Schwarzberg wird im Finale der Gesamtsieger des diesjährigen Sommer-Continentalcups gesucht.
Und zum Saisonabschluss sind die Nordisch Kombinierten vom 11. bis 13. März  im Vogtland, zwei Wettbewerbe im Continentalcup stehen an.
Die Klingenthaler nutzen die Meetings in Varna, um sich als Veranstalter bestens auf die neue Saison vorzubereiten. Regeländerungen in der Ausrüstung der Aktiven und bei der Materialkontrolle wurden erläutert. Weltcup-Veranstalter sowie der Organisatoren für die kommenden Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele berieten. Dabei ging es um Themen wie Infrastruktur, Athletenbereich, Start und Mixed Zone oder Datenservice.
Der VSC konnte dabei auch eine Reihe von guten Erfahrungen beisteuern, so bei der Schneeproduktion im vergangenen Jahr. Trotz viel zu hoher Plustemperaturen wurde Kunstschnee produziert und die Schanze für das Weltcup-Opening Ende November präpariert werden. Das brachte viel Lob von den Verantwortlichen. „Wir haben die entsprechenden Vorbereitungen getroffen, um auch im November wieder mit der finnischen Firma die Schneeproduktion zu starten“, schaut Marcus Stark voraus.
Für all jene, die sich ihre Tickets zeitig sichern möchten, bietet der VSC wieder verschiedene Rabatte.  Start des Ticket-Vorverkaufs ist am 1. Juli.

TERMINE
3. und 4. Oktober 2015, FIS Continentalcup Skispringen, Finale
20. bis 22. November 2015, FIS Weltcup-Opening Skispringen, Team und Einzel
2. und 3. Januar 2016, FIS Weltcup Nordische Kombination – ABGESAGT
11. bis 13. März 2016, FIS Continentalcup Nordische Kombination

© VSC, Online Magazin (2015) Skispringen, Nordische Kombination

 
Die Böllerschanze
Plan der Böllerschanze
© Archiv Museum

Die Böllerschanze

Im Klingenthal Magazin Nr. 79 ist in der Rubrik „Galerie“ die „Böllerschanze“ abgebildet. Das Musik- und Wintersportmuseum erwarb aus einem privaten Nachlass dieses Ölbild. Die „Böllerschanze“ war etwa am Standort der heutigen Vogtland Arena bereits in den 1930er Jahren geplant und sollte im Rahmen von Olympischen Winterspielen für weltweite Furore sorgen. Jetzt ist das Ölbild und die dazugehörige Zeichnung ihres „Erfinders“ Howard Willie Meisel im Dr. Giers-Haus Teil der öffentlichen Ausstellung geworden.

Die Böllerschanze sollte  als ein Teil von „Bad Mittelberg – die Metropole im Wintersportgebiet Klingenthal Aschberg“ in die Geschichte eingehen.  „Es ist wirklich an der Zeit Überragendes zu schaffen,(…).“ heißt es eingangs beim Verfasser des Manuskripts, dem Klingenthaler Howard Willie Meisel. Er legte 1932 dem Gemeinderat von Brunndöbra ein Konzept vor, in dem der Klingenthaler Ortsteil und das Gebiet rund um den Mittelberg zu einem international bekannten touristischen Anziehungspunkt geformt werden sollte. Die Bezeichnung „Böllerschanze“ hatte Meisel nach eigenen Angaben „nur der leichteren Bearbeitung halber gewählt“.
Als größter Werbeträger im Konzept diente der Wintersport. Deshalb hatte der Verfasser des Konzepts neben einem Erholungsbad und zahlreichen gastronomischen Einrichtungen auch eine Großschanze erdacht, die etwa in der Gegend errichtet werden sollte, an der sich heute auch die Vogtland Arena und das Gewerbegebiet  an der Falkensteiner Straße befinden. Meisel hatte die Vision, dass Klingenthal in Konkurrenz gegen die Olympiabewerbung von Garmisch-Partenkirchen, dem tatsächlichen Ausrichter der IV. Olympischen Winterspiele von 1936 treten würde.
Als  Mammutschanze mit Rekordweiten von bis zu 200 Metern sollte die Böllerschanze in die Geschichte des Skisports eingehen. Ein kühnes Ziel, wenn man bedenkt, dass der damalige Rekord im Skispringen bei gerademal 84 Metern lag, denn die Ausrüstung war längst nicht so sicher und belastbar wie heute.
Geplant war im Brunndöbraer Staatsforstrevier ein Naturanlauf, der bei Bedarf bis auf  495 Meter (!) erweiterbar gewesen wäre. Alternativ hatte Meisel einen Anlaufturm nach dem Vorbild der C.A. Seydel-Schanze ins Auge gefasst. Wohl jene Vorstellung zog der Maler W. Häberle in seiner Kunstversion zur besseren Veranschaulichung vor.
Der Gefahr für den Skispringer auf der „Böllerschanze war sich Meisel jedoch durchaus bewusst, immerhin war auch der Standort für ein „Sanitätsauto“ vorgesehen.  
Der damalige Bürgermeister Schraps befürwortete das Konzept von Meisel, nicht so aber die Forstverwaltung, die für den Bau größere Flächen hätte abholzen sollen. An deren Widerspruch scheiterte das Konzept schließlich unmittelbar nach seiner ersten Veröffentlichung und geriet mit der Vergabe der Olympischen Spiele an Garmisch-Partenkirchen schnell wieder in Vergessenheit.

© Xenia Brunner (2015) > Klingenthal Magazin 79 > Galerie > Skispringen
 

Video Weihe der Aschbergschanze 1959

 
Wasser-Skisprung-WM 2015
Traditionelles Wasserskispringen im Freibad Klingenthal
© VRF

Wasser-Skisprung-WM 2015



Tom Lubitz gewinnt die 9. Wasser-Skisprung-WM am 5. Juli 2015 in Klingenthal

Online Magazin (2015) Skispringen
 
Noch immer vom Skisprung-Fieber gepackt
Sympathieträger des Skispringens: Simon Ammann
© Swiss-Ski

Noch immer vom Skisprung-Fieber gepackt

15.05.2015. Simon Ammann, der zweifache Skisprung Doppel-Olympiasieger, hat sich im Anschluss an die vergangene Saison viele Gedanken über seine Zukunft gemacht. „Nach der sehr intensiven letzten Saison habe ich mir ganz bewusst viel Zeit genommen, um mich zu Erholen und über meine Zukunft nachzudenken. Die lange Saison, mein Sturz und der schwierige Weg zurück auf die Schanze, haben sehr viel Energie gekostet. Ich wollte zunächst mit den Personen aus meinem engsten sportlichen und privaten Umfeld eine detaillierte Standortbestimmung vornehmen, und erst danach eine endgültige Entscheidung treffen.“

„Als ich mich von der intensiven Saison erholt und zahlreiche Gespräche geführt hatte, kam ich nach eingehender Analyse zum Schluss, noch immer vom Skisprung-Fieber gepackt zu sein“, bestätigt Simon Ammann. „Auch abseits der Schanze haben sich mir viele interessante Perspektiven eröffnet, aber mein Beruf als Skispringer bereitet mir noch immer sehr viel Freude. Vielleicht sehe ich meinen Sport nach all den Jahren mehr als Beruf an, denn als Leidenschaft, aber ich bin nun an einem Punkt angelangt, an dem ich absolut bereit und motiviert bin, den anstrengenden Trainingsblock des Sommers anzugehen. Die Tatsache im vergangenen Winter nach dem Sturz noch gesprungen zu sein, ist eine immens wichtige Voraussetzung dafür."

Ein ausschlaggebender Punkt in der Entscheidungsfindung waren die guten Resultate zu Beginn der vergangenen Saison. „Mit meinen sechs Podestplätzen im letzten Winter habe ich die Bestätigung, noch immer in der absoluten Weltspitze um den Sieg mit zu springen. Und Noriaki Kasai macht es uns mit seinen 42 Jahren auf eine wunderbare Art vor, wie es auch in diesem Alter noch Sinn machen kann, Spitzensport zu betreiben. Nach der nicht wunschgemäss verlaufenen Olympiasaison war es für mich enorm wichtig, die Sicherheit auf absolutem Top Niveau Springen zu können, wiederzuerlangen. Ich kann mich weiterhin auf ein optimales sportliches Umfeld verlassen und auch im Bereich Material sind wir auf einem sehr guten Niveau“, ist Simon Ammann überzeugt.

Zusammen mit seinen Teamkollegen hat Simon Ammann das Sommertraining im Bereich Kraft und Kondition schon seit zwei Wochen wieder aufgenommen. Bis er seine ersten Sprünge auf der Schanze absolviert, dauert es aber noch einen Monat: „Ich nehme mir eine etwas längere Auszeit vom Springen, um mich meiner zweiten grossen Leidenschaft, dem Fliegen, widmen zu können. Ich bereite mich derzeit auf die Airliner-Theorieprüfungen vor und werde die kommenden zwei Wochen in England verbringen. Die fliegerische Weiterbildung beansprucht neben dem Training, der Familie und meinem spannenden Verwaltungsratsmandat bei den Toggenburger Bergbahnen viel Zeit, welche ich in dieser Phase des Sommertrainings aber gerne aufbringe“.

Swiss-Ski freut sich über den Entscheid, wie Disziplinenchef Berni Schödler bestätigt: „Für unsere jungen Athleten ist es sehr wichtig, von einem Ausnahmeskispringer wie Simon Ammann profitieren zu können. Er lebt mit seinem Engagement und seinem Leistungswillen den jungen Athleten vor, was es braucht, um in der absoluten Weltspitze zu bestehen. Ich bin überzeugt, dass Simon Ammann von den Impulsen der Rochade im Trainerteam profitieren kann und diesen mit seinem Entscheid weiteren Aufwind geben wird."

Wie lange Simon Ammann weiter springen wird, lässt er bewusst offen: „Sobald ich spüre, dass der Zeitpunkt für einen Rücktritt gekommen ist, werde ich auf meine Entscheidung zurückkommen. Wann das sein wird, werden wir sehen. Nun freue ich mich auf den Start des Sommertrainings und steige voll motiviert in die Vorbereitung auf den Sommer Grand Prix und die kommende Wintersaison“.

© Swiss-Ski, Online Magazin (2015) Skispringen

 
Fotogalerie Weltcup Planica 2015
Werner Schuster und Severin Freund haben am Saisonende gut lachen
© Thomas Lenk

Fotogalerie Weltcup Planica 2015

Fotogalerie

20. bis 22.03.2015. WELTCUP PLANICA. Vier Monate nach der Saisoneröffnung in Klingenthal lieferten sich die Skiadler in Planica mit zwei Einzel- und einem Teamwettbewerb ein spannendes Finale auf der umgebauten Skiflugschanze. Dass alle Siege an Slowenien gingen und die deutschen Skispringer gar nicht auf dem Treppchen standen, war zu verschmerzen. Der – wenn auch knappe – Weltcup-Gesamtsieg für Severin Freund und der Sieg des DSV-Teams im Nationencup der Saison 2014/2015 hinterließen bei den deutschen Sportlern, Trainern, Betreuern und Funktionären nur heitere Gesichter. Natürlich auch bei den Fans, die auch aus Klingenthal und Zwota zahlreich angereist waren. Mit Tom Lubitz als Vorspringer war sogar ein Klingenthaler beim Weltcup-Finale aktiv dabei.

Online Magazin (2015), Skispringen

 

 

 
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